Verse zum 80. Geburtstag für Männer und Frauen


Oma liebt das Haareschneiden,
föhnen, wickeln, drehen.
Tratschen, lesen, Trinkgeld geben
und ein Glas Prosecco heben.
Auch mit achtzig lässt sie`s krachen,
so soll sie lange weiter machen.

Mit achtzig von der Piste rodeln
und dabei lauthals jodeln.
Die alten Damen wissen eben,
wie man sich`s schon macht-
das Leben!

Wenn Du mit achtzig bunte Pillen schluckst,
damit es hier und dort nicht juckt.
Und auch das Laufen fällt Dir schwer,
den Rollator gibst Du nicht mehr her.
Dann hilft die Brille Dir beim Sehen,
so kannst Du froh zum Doktor gehen.

Wenn es in der Frühe kracht,
weil Du Dich grade fertig machst.
Muss das nicht heißen, Du bist alt,
vielmehr ist nur Dein Motor kalt.
Den bringst Du nun mit Schnaps zum Glühen,
bis aus den Augen Funken sprühen.
Am Abend geht die Sonne unter,
doch Du wirst jetzt nur richtig munter.
Erst wenn der Vollmond steht ganz oben,
wird der letzte Trunk gehoben.
Voll Grauen denkst Du in der Nacht,
wie Dich das Leben fertig macht.

Jung hält, was man gerne macht,
steht auch vor`m Komma eine acht.

Auch wenn im Pass `ne achtzig steht,
Es zählt doch nur, was noch so geht.

Seitdem die Oma achtzig ist,
kann man sie schlecht erreichen.
Den ganzen Tag hat sie zu tun,
man sieht sie nur noch um die Ecke schleichen.
Der Opa kommt gut klar damit,
er kriegt vom Stress recht wenig mit.

Ri, ra, roma,
hier kommt meine Oma.
Ra, re, Si,
in Spanien war sie nie.
Zwei Enkel wollte sie stattdessen,
die müssen jetzt viel Kuchen essen.
Fast täglich backt und kocht sie Sachen,
die die Kinder dicker machen.
„Oma, bitte, geh`auf Reisen,
wir müssen jetzt gesünder speisen!
Lass`Dir Zeit, umkreis`die Erde,
auf das nie wieder Kuchenzeit werde!“

Du bist immer noch die Größte, Beste, Schnellste,
auch mit achtzig Jahren im Kopf die Hellste.
Alles weißt Du, was ich Dich frage,
ich hoffe, das bleibt immer so,
bis ans Ende aller Tage.

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